Sommerfest in der Villa Wagner

Herrmann: „Wollen das Oktoberfest nicht zu einer Festung machen“

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Beim Sommerfest in der Villa Wagner war die Wiesn ein großes Gesprächsthema. Joachim Herrmann fand zum Thema Sicherheit deutliche Worte.

München - Zum 12-jährigen Jubiläum des Bier- und Oktoberfestmuseums hat am Donnerstag Catherine Demeter, Vorsitzende der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, Bayerns „obersten Wiesn-Sicherheitschef“, Innenminister Joachim Herrmann, Umweltministerin Ulrike Scharf, Wiesnwirte, Brauerei-Bosse und Repräsentanten der Sicherheitskräfte zum Sommerfest in die Villa der Stiftung auf der Theresienhöhe eingeladen.

Den Eingang zur Villa schmückten Bilder von einem Malwettbewerb, an dem Kinder im Alter von elf bis 15 Jahren zum Thema Oktoberfest teilgenommen haben.

Demeter, im sommerlichen Blumenkleid, in Ihrer Begrüßungsrede: “Die Wiesn ist großartig, oft kopiert, nie erreicht.“ Sie forderte alle Gäste auf, die Schmankerl auf dem Grill, dem Salatbüfett und den Dessertstationen zu genießen, denn „nur wer genießen kann, ist genießbar“. Ihre Lieblingsstation sei die Augustiner-Bierstation bei Lukas Bulka (Leiter des Bier- und Oktoberfestmuseums).

Anschließend begrüßte ein bestens gelaunter Joachim Herrmann die Gäste: „Wenn ich bei den Wiesnwirten und Brauereichefs zu Gast bin, geht es mir immer gut.“ Es gäbe ja neben dem Oktoberfest noch einen anderen Termin im September, über den wolle er aber an dem Abend nicht reden. Herrmann: „Vor einem Jahr hatten wir um diese Zeit gerade eine schreckliche Woche in Bayern hinter uns: Terroranschläge in Würzburg und Ansbach, Amoklauf in München. Was ihm damals nicht gefallen hätte, „waren die öffentlichen Diskussionen über die Sicherheit“. Die Verantwortlichen bei der Landeshauptstadt und dem Freistaat „sollten das intern ausmachen“. 

Die Sicherheitsmaßnahmen für die Wiesn hätten sich bewährt, das Oktoberfest gehörte einfach zur Lebensweise in Bayern, und man müsse „an diesem Fest festhalten“. Herrmann betont: „Wir lassen uns von solchen Terroristen nicht unser Leben verändern. Wir wollen das Oktoberfest nicht zu einer Festung machen“. Es gäbe zur Zeit keinerlei konkrete Hinweise, dass jemand „etwas Böses tun will“. Momentan ginge es den Menschen in Bayern so gut wie nie. Dies sei allerdings „von den Menschen, die hier leben, hart erarbeitet worden“.

Wirtesprecher Toni Roiderer überreichte Herrmann im Anschluss „aus der besten Metzgerei von Europa“ einen Korb mit Bier, Wurst, Schinken und dem neuen Festkrug der Wiesnwirte. Von Lorenz Stiftl, Sprecher der kleinen Wiesnwirte, gab es für Joachim Herrmann, Catherine Demeter und Ulrike Scharf einen bunten Sommerstrauss.

Schausteller-Boss Edmund Radlinger überraschte den Innenminister und die beiden Damen mit einem Mini-Riesenrad bzw. Mini-Karussell mit elektrischem Antrieb.

Bei Bier, Wein und Grill-Schmankerl wurde bis in die späten Abendstunden gefeiert.

ih

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