Nach 18 Tagen Volksfest

Kommentar zur Wiesn-Bilanz: Ein Fest der Münchner

+
Servus Wiesn: Nach 18 Tagen auf der Theresienwiese wird Bilanz gezogen.

Nach 18 Tagen ist die längste Wiesn der jüngeren Vergangenheit Geschichte. Zeit für eine Bilanz. Merkur-Redakteur Peter Schmidt sieht das größte Volksfest der Welt auf dem richtigen Weg.

München - An Sorgen und mahnenden Stimmen hat es diesem Oktoberfest wahrlich nicht gefehlt. Die einen befürchteten, das politische, vom Wahlkampf geprägte Gezänk um den Bierpreis könne die Stimmung trüben. Die anderen verwiesen - zumal nach den Anschlägen von London und Barcelona - auf Terrorängste und unkten, die Gäste aus dem Ausland würden ausbleiben. Und das Wetter der ersten Tage schien wieder Anderen Vorbote eines finanziellen Fiaskos zu sein. Man muss dankbar sein, dass sie sich alle geirrt haben.

Lesen Sie auch: So sicher war die Wiesn für Mädchen und Frauen

Merkur-Redakteur Peter Schmidt.

Gewiss: Als erste „große Wiesn“ mit Oider Wiesn und der Verlängerung um zwei Tage hätte das berühmteste Volksfest der Welt noch stattlichere Zahlen liefern können. Doch arm geworden ist wohl keiner der Akteure, und dem Publikum war’s recht: Aus der von so vielen großen und kleinen Sorgen geprägten Gemengelage hat sich eine heitere und entspannte Wiesn entwickelt. So haben es viele Besucher empfunden, und so klingt es aus der Bilanz der Sicherheitskräfte. Der große Hype um die Wiesn, auf der man zeitweise nur noch C-Promis in schriller Verkleidung versammelt wähnte, scheint vorbei.

Außerdem: Wiesn 2017: Die Bilanz der Münchner Polizei

Das Oktoberfest ist drauf und dran, wieder ein klein wenig das zu werden, was es einmal war: Ein Fest der Münchner, zu dem gern und herzlich auch Gäste aus aller Welt eingeladen sind. Dass es - nicht zum ersten Mal - keinen klaren Wiesn-Hit gab, ist ein Indiz dafür, dass das traditionsreiche Fest sich den Fängen einer globalen Spaßindustrie entwunden hat. Die Münchner und ihre Gäste wird’s freuen, und die Wirte und Schausteller sollten es ohne allzu großes Murren aushalten.

Den letzten Wiesn-Tag können Sie hier im Live-Ticker noch einmal nachlesen

Meistgelesene Artikel

Mehr Security: Wiesn-Sicherheit wird noch teurer

Die Sicherheit für das Oktoberfest 2017 wird teurer. Kosten für zusätzliche Ordner lassen Budget um 800.000 Euro steigen. Die Gesamtausgaben steigen …
Mehr Security: Wiesn-Sicherheit wird noch teurer

Oktoberfest-Halbzeit: Leichte Besucher-Steigerung zum Vorjahr

Das mittlere Wiesn-Wochenende ist der Zeitpunkt, zu dem eine erste Bilanz gezogen wird. Heuer sieht es zwar nicht nach Rekorden aus, aber eben doch …
Oktoberfest-Halbzeit: Leichte Besucher-Steigerung zum Vorjahr

„Liebe Petra, das Dirndl zwickt“: Diese Postkarten verschicken die …

Nicht nur in den Bierzelten geht die Post ab. Gleich am Haupteingang zum Oktoberfest finden Besucher Jahr für Jahr das Wiesn-Postamt. Wir schauen …
„Liebe Petra, das Dirndl zwickt“: Diese Postkarten verschicken die Wiesn-Besucher

Pater Paul Schäfersküpper segnet das Museumszelt

Am Dienstag hat Schausteller-Pater Dr. Paul Schäfersküpper das Museumszelt auf der Oidn Wiesn auf dem Oktoberfest 2017 gesegnet.
Pater Paul Schäfersküpper segnet das Museumszelt