Kosten steigen

Mehr Security: Wiesn-Sicherheit wird noch teurer

Gründlich kontrollierten die Ordner 2016. Foto: Westermann

Die Sicherheit für das Oktoberfest 2017 wird teurer. Kosten für zusätzliche Ordner lassen Budget um 800.000 Euro steigen. Die Gesamtausgaben steigen damit auf annähernd sechs Millionen Euro.

München - Das geht aus einer Beschlussvorlage für den Stadtrat hervor. Der Kommunalausschuss hat das Thema am Donnerstag in die Vollversammlung vertagt.

Dort soll dem Vernehmen nach auch über die mögliche Umsatzpacht für die Wiesn-Wirte und den Bierpreisdeckel abgestimmt werden. Damit will Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU) die Kosten für die Sicherheit refinanzieren. Die Verwaltung kalkuliert für die Sicherungsdienstleistungen bei Auf- und Abbau und die Bewachung während des Festbetriebes mit etwa 48 000 Stunden zusätzlich in diesem Jahr. Gründe dafür sind unter anderem die um einen Tag länger dauernde Wiesn und die Erweiterung um die Oide Wiesn. Daher sind zusätzliche Sicherheitskräfte an mehr Ein- und Ausgängen für die Zugangs- und Taschenkontrollen nötig.

Kosten belaufen sich auf 5,9 Millionen Euro

Die geschätzten Gesamtausgaben belaufen sich demnach auf rund 5,9 Millionen Euro. 2016 war die Verwaltung zunächst von Kosten von etwa 2,2 Millionen Euro ausgegangen. Diese Kalkulation revidierten die Planer aber, nachdem der Stadtrat zusätzliche Ordner für Taschen- und Rucksack-Kontrollen beschlossen hatte sowie die Erweiterung des Zauns rund um die Wiesn. Letztlich standen 5,1 Millionen Euro zu Buche. Die neuerliche Schätzung schließt nicht die Kosten für die neue Beschallungsanlage mit ein – wohl aber die Ausgaben für Übernachtungen und Verpflegung der Security.

2018 ist eine Reduzierung der Kosten möglich

Die Stadt ist offenbar noch an den Vertragspartner aus dem Jahr 2016 gebunden, der mehr oder weniger kurzfristig hatte beauftragt werden müssen. Es könnte demnach sein, dass bei einer neuerlichen Ausschreibung 2018 die Kosten für die Sicherheit reduziert werden können. Ulrike Boesser (SPD) sagte dazu: „Die Mehrausgaben jetzt sind leider unerlässlich. Es sind die Folgen der Beschlüsse, die wir gefasst haben.“

Schmid will bekanntlich die Ausgaben für die Sicherheit von den Wiesn-Wirten finanzieren lassen. Das soll mittels einer Umsatzpacht geschehen, die die Gastronomen stärker zur Kasse bitten würde. Damit die Wirte die Mehrkosten nicht auf die Gäste umlegen, will Schmid den Bierpreis bei 10,70 Euro einfrieren. Auch darüber muss der Stadtrat noch entscheiden. 

Lesen Sie hier: Wirte gegen Preisbremse - Der Eklat ums Oktoberfest-Bier. Außerdem: Immer teurer - Die Wahrheit über Bier, Brezn, Streifenkarte und Co. und „Terror während des Oktoberfests in München: Dieser TV-Krimi geht unter die Haut. 

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