Hier will niemand landen

So sehen die Zellen auf der Wiesn-Wache aus

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In den kahlen Zellen steht nur eine Schlafmöglichkeit und eine Toilette.

München - Endstation Wiesn-Wache: Aggressive oder kriminelle Oktoberfest-Besucher landen auf der Polizeistation. Wir haben uns eine Haftzelle mal von Innen angesehen.

Mittags geht es noch recht ruhig zu auf der Wiesn-Wache der Polizei. Mit dem ersten Reservierungswechsel am Nachmittag häufen sich dann die Einsätze für die Beamten auf der Theresienwiese, erzählt uns Polizeisprecher Peter Beck. Grund dafür ist, wie so oft, die ein oder andere Mass zuviel. Die einen weigern sich nach Ende der Reservierung das Zelt zu verlassen, andere wollen nach einem Platzverweis um jeden Preis zurück. Für aggressive Wiesn-Besucher endet die Gaudi dann auf der Polizeiwache. Und zwar in einer kahlen Zelle mit nichts als einer eher unbequemen Schlafmöglichkeit und einer offen daneben stehenden Toilette. Drei Einzelzellen und eine Großraumzelle für acht bis zehn Personen gibt es auf der Wiesn-Wache. Abends sind diese laut Beck meistens voll.

Endstation Wiesn-Wache: Wer randaliert, landet in einer solchen Zelle.

Bewältigt werden kann die Menge an Einsätzen nur dank kurzer Dienstwege. "Die Wiesn ist wie eine eigene kleine Stadt", erzählt Beck. Im sogenannten Behördenhof finden sich neben der Polizei auch die Feuerwehr, das Rote Kreuz, das Fundbüro und Vertreter der Stadt München. Die Kriminalpolizeibeamten in der Wiesn-Wache - auch "K"-Wache genannt - stehen außerdem in direktem Kontakt zur Staatsanwaltschaft. Denn wenn es um Gewaltdelikte wie Masskrugschlägereien geht, muss bewertet werden, ob es sich um Körperverletzung oder versuchten Totschlag geht. In derartigen Fällen werden die Personen ohnehin der Haftanstalt der Polizei übergeben. 

Mit Hilfe von insgesamt 19 installierten Kameras auf der Theresienwiese behalten die Beamten den Überblick auf dem Festgelände. Dank dieser konnte auch bereits so mancher Taschendieb gefasst werden. Die tummeln sich besonders gern am Hügel hinter den Festzelten. Denn betrunkene Wiesn-Gäste, die hier ein Nickerchen einlegen, sind dankbare Opfer für die Langfinger, berichtet Beck. Deshalb sind die Einsatzkräfte dort verstärkt im Einsatz.

vh

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