Blut an der Wand im Hofbräuzelt

Nach Sex-Sprüchen: Ohr mit kaputtem Krug abgeschlagen

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Blut auf dem Boden: Das ist das typische Ende einer Masskrugschlägerei.

München - Masskrugschlägerei im Hofbräu-Festzelt: Am Mittwoch sind mehrere Personen aneinandergeraten, es spritzte Blut an die Wand.

Blut an der Wand zur Kapelle. Und auf dem Boden. Die ersten Bilder und Informationen zur Masskrug-Schlägerei im Hofbräuzelt hatten wir Ihnen schon am Mittwochabend kurz nach dem eigentlichen Vorfall gegen 19.40 Uhr geliefert. Inzwischen teilte die Polizei auch mit, was passiert ist.

Demnach trafen zwei Gruppen von Wiesn-Besuchern in der Nähe der Zelt-Kapelle aufeinander. Aus der einen wurde gleich losgepöbelt: Es kamen fiese Sex-Sprüche unter anderem in Richtung einer 31-jährigen Brasilianerin, die unter die Gürtellinie gingen.

Die Wand bei der Kapelle.

Ein Begleiter der Frau, ein 23-jähriger Ire, tickte daraufhin aus. Er schnappte sich einen Masskrug und schlug auf einen aus der Pöbel-Gruppe ein, einen 22-jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Der Krug zerbrach, doch der Ire hatte immer noch nicht genug. Er schlug mit dem kaputten Glas weiter auf den Mann ein. Dessen Ohr wurde dabei fast komplett abgerissen.

Auch eine der bepöbelten Damen machte mit: Sie schnappte sich einen weiteren Masskrug und schlug auf einen anderen aus der gegnerischen Gruppe ein. Diesem passierte zum Glück nichts weiter dabei.

Der 22-jährige Deutsche kam in eine Klinik, er ist schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Ire, der mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus musste, und die Brasilianerin wurden festgenommen und sollten am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

"Die Münchner Polizei weist explizit darauf hin", so Polizeisprecher Marcus Martins, "dass eine Masskrugschlägerei alles andere als ein Bagatelldelikt ist. Aufgrund der Gefährlichkeit eines Masskrugs als Schlaginstrument müssen entsprechende Täter mit einer Strafverfolgung mindestens im Bereich der gefährlichen Körperverletzung bis hin zum versuchten Tötungsdelikt mit all ihren Konsequenzen rechnen."

lin

 

Update: Wie erst später bekannt wurde, wurde das Ohr offenbar abgebissen und nicht durch den Krug abgeschlagen.

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