Serie: „Station 13“

Wiesn-Gäste aus aller Welt: Bier statt Wein, das muss sein

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Stammen aus einer Weingegend: Geoffrey, Seb, Damien und Johann (v.l.) sind aus Nantes angereist. Sie freuen sich auf vier Tage und drei Nächte in München. 

München - Zur Wiesn ist die Welt zu Gast in München. Wir stellen jeden Tag einen Tisch im Bedienungsbereich „Station 13“ im Hofbräu-Zelt vor. Heute: Besuch aus Nantes, Frankreich.

Normalerweise trinken Geoffrey, Seb, Damien und Johann Wein. Bevorzugt Weißwein. „Bei uns zuhause wird Muscadet angebaut, und den trinken wir natürlich am liebsten.“ Wie gesagt, normalerweise, denn die vier Freunde aus Nantes in Südfrankreich haben über 1200 Kilometer hinter sich gelassen, um Bier zu trinken. Viel Bier. „Die Gläser sind ganz schön groß“, sagen sie und stoßen mit den Masskrügen an. Das Wort „Prost“ bereitet ihnen noch etwas Schwierigkeiten. Aber das macht nicht wirklich etwas aus. Später wollen sie Hendl mit Kartoffelsalat essen.

Das Quartett ist zum ersten Mal auf dem Münchner Oktoberfest. „Wir haben schon so oft davon gehört und viel im Fernsehen darüber gesehen. Jeder der hier war, schwärmt von dem Oktoberfest, deshalb wollten wir uns selbst ein Bild machen.“

Klar, dass sie sich entsprechend vorbereitet haben. Die Vier haben sich eigens für das Ereignis eingekleidet: Die roten Baretts sind schon von weitem sichtbar und verraten ihre frankophile Herkunft. In die Jacketts haben sie „Oktoberfest 2015“ einsticken lassen. Die Hemden und Krawatten sind einheitlich. „So können wir nicht verloren gehen und finden uns immer wieder“, sagt Johann und lacht.

Das erste Fazit nach vier Stunden auf dem Oktoberfest: „Die lange Reise hat sich gelohnt.“ Drei Tage hat das Quartett jetzt noch, das größte Volksfest der Welt zu genießen.

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