Serie: „Station 13“

Wiesn-Gäste aus aller Welt: Ein Prosit nach Kolumbien

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Aus Bogotá: Enrique, seine Frau Maria Kristina und ihr Sohn Andres (v.l.) feiern im Hofbräuzelt. Maria Kristina trägt eine Krone aus dem Café Kaiserschmarrn.

München - Zur Wiesn ist die Welt zu Gast in München. Wir stellen jeden Tag einen Tisch im Bedienungsbereich „Station 13“ im Hofbräu-Zelt vor. Heute: Besuch aus Kolumbien.

Worauf Andres und seine Eltern Maria Kristina und Enrique anstoßen? „Wir sind zum ersten Mal Großeltern geworden“, erzählt Maria Kristina stolz. Wegen Andres’ neugeborenem Sohn Sebastian haben die 60-Jährige und ihr 62-jähriger Mann die weite Reise aus dem kolumbianischen Bogotá nach München gemacht. Zwei Monate bleiben sie zu Gast bei ihrem Sohn Andres, der am Max-Planck-Institut seine Doktorarbeit in Neurowissenschaft schreibt. Lange genug, um den Besuch beim Enkel mit einem Wiesnbummel zu verbinden.

Andres lebt schon seit 2012 in München – und kennt sich aus auf dem Oktoberfest. Er führte seine Eltern in Rischarts Café Kaiserschmarrn. „Dort haben wir ganz viele Süßigkeiten gegessen“, erzählt Maria Kristina. Auch ihre Kopfbedeckung stammt aus dem Café Kaiserschmarrn – die Speisenkarte in Form einer Krone. Die Kolumbianer sind ganz begeistert von der Wiesn: „Wir mögen Dirndl und Lederhosen, Brezen, die Stimmung, die Gastfreundschaft“, schwärmt Maria Kristina, und ihr Mann Enrique ergänzt: „Und das Bier!“ Heute wollen sie unbedingt noch ein Hendl essen.

Andres zeigt auf seinem Smartphone ein Foto von sich, seiner Frau Maria Angelika und Baby Sebastian – alle drei in bayerischer Tracht. Naja, fast: Sebastian trägt ein Strampelchen mit Lederhosen-Aufdruck. „Er ist noch zu klein für das Oktoberfest“, erzählt der 35-jährige Papa. „Deshalb blieb er mit seiner Mama zuhause. Aber nächstes Jahr kommt er mit auf die Wiesn.“

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