Neues Gewand

Himmel der Bayern: Die Vorteile des neuen Hackerzelt

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Das neue Hacker-Festzelt.

München - Das Hacker-Festzelt erstrahlt im September in einem neuen Glanz. Lange war nicht genau klar, was sich ändern wird. Wir lüften das Geheimnis.

Für die meisten Oktoberfest-Freunde herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm. Immerhin sind’s ja noch fast 100 Tage bis zur 183. Wiesn. Ruhe? Na ja, für die Mitarbeiter der Augsburger Firma Deuter gilt die schon länger nicht mehr. Die werkelt nämlich schon fleißig am neuen Hacker-Festzelt

Das erstrahlt heuer, wie die tz schon vergangenen September berichtet hat, in neuem Glanz. Was genau sich ändert, war lange Zeit ein gut gehütetes Geheimnis. Bis zum Mittwoch. Da gab’s die Details. Wo? Im Münchner Westen, wo Deuter gerade die einzelnen Bestandteile für das neue Riesenzelt herstellt.

Die wichtigsten Neuerungen: Für die Besucher ist nun mehr Platz. Und es wird griabiger. Das verspricht Andreas Steinfatt, Geschäftsführer von Hacker Pschorr. Das liegt erstens daran, dass die Boxen höher werden als zuvor. Heißt: mehr Luft für die Wiesngänger.

Bessere Luft für das Hackerzelt

Und zweitens: vor allem bessere Luft. Dafür sorgt das neue „Sheddach“. Es ersetzt das alte Satteldach und verfügt über Lüftungsbalken, die jederzeit geöffnet werden können. Die Folge ist eine bessere Be- und Entlüftung.

Außerdem werden die Gänge im „Himmel der Bayern“ breiter. 80 Zentimeter mehr messen nun die Umläufe links und rechts. Bedeutet: weniger Stau. „Der größte Stau ist immer im Toilettenbereich“, sagt Toni Roiderer (71), der ab diesem Jahr von Sohn Thomas als Festwirt abgelöst wird. Klosetts wird’s nun auf beiden Zeltseiten geben. Bisher standen sie nur auf einer Seite. Und es gibt mehr: 198 WCs sind es jetzt insgesamt.

Weniger Stress gibt’s künftig auch im ersten Stock. Da mussten sich die Bedienungen oft durch die Massen quälen. „Mordseng“, wie Steinfatt sagt, war es die Galerie hinauf. Jetzt erhalten die Bedienungen extra einen eigenen Weg. Dazu kommt eine neue Schenke für den Außenbalkon. Das alles ist „eine wesentliche Verbesserung“, findet Toni Roiderer.

Oktoberfest: Der große Zelt-Vergleich

Mehr Platz, mehr Besucher?

Mehr Platz im Zelt heißt mehr Besucher? Nein! Es bleibt bei 9350 Leuten. In der Wirtsbudenstraße gilt das eiserne Gesetz: keine Sitzplatzmehrung. „Daran halten wir uns“, sagt Steinfatt.

Eine weitere Neuerung ist der 50 Meter lange, überdachte Südbalkon für 560 Gäste. „Das hat sonst kein anderes Festzelt“, sagt Steinfatt. Umrahmt wird das Zelt von einem 2000 Quadratmeter großen Gemälde, das Szenen des Münchner Stadtlebens zeigt. Zum Beispiel ein Picknick an der Isar oder die Surferwelle am Eisbach.

Trotz aller Neuerungen: „Unsere oberste Prämisse ist, den Charakter des Zelts zu erhalten“, betont Steinfatt. Heißt zum Beispiel, dass die Himmelsdecke natürlich die altbekannte sein wird. Die neuen Sterne sind Nachbildungen der alten. Egal, ob Bier-Ringleitungen, Biergarten-Box oder Schäfflerbühne in der Zeltmitte: Vieles bleibt eben doch beim Alten im Himmel der Bayern.

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