16. September bis 3. Oktober

Oktoberfest 2017: Diese Neuheiten erwarten die Wiesn-Besucher

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Das Münchner Oktoberfest wartet von 16. September bis 3. Oktober 2017 mit einigen Neuerungen auf. 

Wenn das Oktoberfest 2017 am 16. September mit dem „O‘zazpft is“ eröffnet wird, warten auf die Besucher viele Neuheiten. Es gibt neue Fahrgeschäfte und auch bei den Festzelten und Schaustellern gibt es Neues. 

Im Gegensatz zum Oktoberfest 2016, bei dem die Stadt München als Veranstalter mit keinen neuen Attraktionen im Bereich der Fahrgeschäfte aufwarten konnte, soll es dieses Jahr beim größten Volksfest der Welt auf der Münchner Theresienwiese wieder einige neue Besuchermagneten geben: unter dem Motto Schneller-Höher-Weiter-Spektakulärer! Neue Fahr- und Laufgeschäfte versprechen viel Spaß. Sieben neue „Karussells“ oder krasseren Kreislauf-Beschleuniger warten auf die Besucher. 

Im vergangenen Jahr wurden alle enttäuscht, die sich schon auf neue Erlebnisse in der wilden Welt der Wiesn-Fahrgeschäfte gefreut hatten. Mit Hinweis auf das Zentrale Landwirtschaftsfest, das 2016 - wie alle vier Jahre - ebenfalls auf der Theresienwiese aufgebaut war, hieß es vor einem Jahr, für neue Fahrgeschäfte sei zu wenig Platz. Das kann nun beim Oktoberfest 2017, das vom 16. September bis 3. Oktober 2017 wieder Millionen Besucher anlocken wird, nicht mehr gelten.

Oktoberfest 2017: Mehr Hightech-Fahrgeschäfte angekündigt

Die Festleitung hat zuletzt die Devise herausgegeben, es sollen wieder mehr Hightech-Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest in München den Besuchern maximalen Volksfest-Spaß bieten. Beim 184. Oktoberfest wird dieses Jahr neben umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen jedenfalls wieder viel Energie darauf verwendet, den vielen Wiesn-Fans eine gelungene Mischung aus traditionellen Attraktionen und neuen Highlights zu bieten.

Insgesamt sieben neue Fahrgeschäfte geben dieses Jahr ihr Wiesn-Debüt. Für Adrenalin-Junkies gibt es vier neue Attraktionen, mit dabei ist der „Drifting Coaster“, der mit Gondeln und schnellen Umdrehungen für Spaß sorgt. Neu sind auch der „Voodoo-Jumper“, der mit auf- und abhüpfenden Gondeln eine wilde Fahrt beschert und der „XXL Racer“, der Wagemutige in einen Höhen- und Geschwindigkeitsrausch bringt. Höhenangst darf man auch nicht im „Jules Verne Tower“, dem Riesenkettenflieger, haben. Für Kinder gibt es zwei neue Fahrgeschäft: das mehr als 70 Jahre alte Nostalgiehängekarussell und den „Märchenlandexpress“, die älteste Kindereisenbahn der Welt, beide auf der Oiden Wiesn. Eine weitere neue Attraktion ist der „Photopalast anno 1900“: Hier werden die Wiesn-Besucher in historischen Kostümen in eine andere Zeit versetzt. 

Für die Wiesn-Besucher ist es, neben den alljährlichen Spekulationen um den Bierpreis auf dem Oktoberfest, natürlich besonders von Interesse, was es an Neuerungen gibt. 

Oktoberfest 2017: „Rund um den „Tegernsee“ feiert 50-jähriges Bestehen 

Bei den Traditions-Fahrgeschäften steht eine Änderung für das Oktoberfest 2017 bereits fest. Mit der Bahn "Rund um den Tegernsee" hat man es mit einem der besonders beliebten Klassiker mit charmantem nostalgischen Flair zu tun. Im vergangenen Jahr suchten Wiesn-Gäste dieses Fahrgeschäft unter der Bavaria vergebens. In diesem Jahr kommen die Freunde der Berg- und Talbahn "Rund um den Tegernsee" auf dem Oktoberfest wieder voll auf ihre Kosten. Gleichzeitig feiert die Gaudi „Rund um den Tegernsee“ das 50-jährige Bestehen. 

Oktoberfest 2017: Neu ist (leider) auch der Bierpreis 

Alle Jahre wieder ist die Entscheidung über den Preis der Wiesn-Mass das Thema schlechthin. Und in diesem Jahr ist es zudem ein echtes Politikum, denn Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) hatte eine Bierpreisbremse für 2017 für das große Münchner Volksfest ins Spiel gebracht. Daraus wurde aber nichts. Die Wiesn- und Bier-Liebhaber müssen auch in diesem Jahr für den Genuss wieder ein bisschen tiefer in die Tasche greifen - der Preis für die Mass wird um 25 Cent steigen und soll auf dem Oktoberfest 2017 bei maximal 12,95 Euro liegen. Unsere Übersicht zeigt, wie viel die Mass in den einzelnene Zelten auf der Wiesn kostet

„Familiengetränk“ auf dem Oktoberfest 2017 für 3.50 Euro

Dass die Wiesn auch im Jahr 2017 eine familienfreundliche Veranstaltung bleibt, dafür hat sich neben Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auch Wirte-Sprecher Toni Roiderer stark gemacht. Er wünschte sich, dass es in jedem großen Wiesn-Zelt ein „Familiengetränk“ zum Preis von maximal 3,50 Euro geben wird. 

Jeweils einen halben Liter Spezi, Wasser und Limo in der Flasche soll es zu diesem Preis geben. „Die Wiesn muss für alle bezahlbar bleiben“, lautet das Motto. Bei diesem „Familienpreis“ auf dem Oktoberfest 2017 ziehen nicht alle Wirte mit. 

Ochsenbraterei auf dem Oktoberfest 2017 im neuen Format

Komfortabler, luftiger und insgesamt moderner wird sich die „Ochsenbraterei“ im Jahr 2017 auf der Wiesn präsentieren. Wirtin Antje Schneider, Spaten-Geschäftsführer Bernhard Klier und Zeltbauer Peter Pletschacher stellten jüngst die Pläne für das neue XXL-Zelt vor. Schon seit 37 Jahren ist die Ochsenbraterei als eines der großen Wiesn-Zelte ein fester Bestandteil des größten Volksfestes der Welt in München. Jetzt bekommt das Zelt eine umlaufende Galerie, rund ein Drittel mehr Toiletten und eine größere Küche, so die Verantwortlichen. Neu ist hier die umlaufende Galerie mit eigener Schänke. Von dort aus geht’s auf einen neuen Raucherbalkon - für viele Gäste bedeutet das tatsächlich neuen Wiesn-Komfort.

Oktoberfest 2017: Neues Zelt auf der Oiden Wiesn  

Ein neues Zelt erwartet die Wiesn-Gäste dieses Jahr auf der „Oiden Wiesn“. Peter Reichert und seine Frau Gerda werden die neuen Wirte auf der Oiden Wiesn in dem Zelt mit dem klangvollen Namen „Zur Schönheitskönigin“. Das Zelt ist dabei komplett aus Holz gebaut und bietet Platz für 890 Wiesn-Besucher. 

Das neue Konzept dieses Zeltes dürfte für viele traditionsbewusste Oktoberfest-Besucher besonders verlockend sein: „Die Schönheitskönigin“ soll nämlich ein reines Volkssängerzelt werden, wie es heißt. Das Programm dort steht in der Tradition von Ikonen wie Weiß Ferdl oder Karl Valentin. Auf der Bühne steht die neue Sänger-Garde, mit der Reichert das alte München aufleben lassen möchte.

Für die Auswahl und Moderation der musikalischen Unterhaltung wird in dem neuen Volkssängerzelt Jürgen Kirner von der Musikkabarettgruppe Couplet-AG zuständig sein. Jürgen Kirner ist auch bekannt als Moderator der BR-Sendung Brettl-Spitzen. Weitere besondere Attraktionen in dem Volkssängerzelt sind, dass es für die Besucher ein Liederheft zum Mitsingen geben wird. In einem Wettbewerb soll der beste Nachwuchs-Künstler gekürt werden.

Spannung: So sieht der Wiesnkrug 2017 aus

Sie sind zwar nicht die Behälter, aus denen die Millionen Oktoberfest-Besucher gewöhnlich das begehrte Wiesn-Bier trinken, aber sie sind beliebte Sammlerstücke: Jedes Jahr werden, rechtzeitig vor dem Start der Wiesn, die neuen Oktoberfestkrüge präsentiert. Ende August war die Vorstellung des offiziellen Wiesnkrugs, den die Stadt München herausbringt. Dieser offizielle Oktoberfest-Krug 2017 wurde mit Spannung erwartet - er ist wieder künstlerisch ansprechend gestaltet und gilt vielen echten Oktoberfest-Anhängern als wertvolles Souvenir, mit dem auf Jahre hinaus die Erinnerung an eine wunderschöne Wiesn-Saison 2017 verbunden ist.

Oktoberfest 2017: Erweitertes Sicherheitskonzept - Polizisten mit Bodycams

Auch in diesem Jahr sind für das Münchner Oktoberfest verschärfte Sicherheitsvorkehrungen geplant

Im Juli kündigte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine entscheidende Neuerung für die Polizei-Kräfte an, die auf dem Oktoberfest 2017 im Einsatz sein werden: Beamte mit Bodycams werden zum ersten Mal auf dem größten Volksfest der Welt unterwegs sein. 10 der 33 Videokameras auf dem Gelände von Oktoberfest und Oiden Wiesn werden zudem durch moderne Kameras ersetzt, die mit höherer Auflösung Straftäter noch besser erkennbar machen sollen.

Das Oktoberfest-Gelände war im vergangenen Jahr angesichts des Münchner Amoklaufs und islamistischer Anschläge in anderen Städten rundum eingezäunt worden. Besucher durften keine größeren Taschen und Rucksäcke mitnehmen.

2016 kamen anstelle der üblichen sechs Millionen rund 5,6 Millionen Gäste; weniger waren es zuletzt nur 2001 nach den Anschlägen von New York. 

Hitzige Debatten gab es im Frühjahr bereits darüber, wie die Mehrkosten für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen von gut fünf Millionen Euro finanziert werden sollen. Der Stadtrat beschloss im Mai, die Wirte über eine Umsatzpacht zur Kasse zu bitten.

Unsere wichtigsten und besten Wiesn-Geschichten posten wir auch auf der Facebook-Seite Oktoberfest.

js

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