Wiesn-Gast beschwert sich

Gesichtskontrolle im „High Class“-Zelt? So reagiert der Knödelei-Wirt

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Die Münchner Knödelei auf dem Oktoberfest.

Ein Wiesn-Besucher regt sich über die Münchner Knödelei auf dem Oktoberfest 2017 auf. Sein Vorwurf: „Kein Einlass ohne Schickimicki-Gesichtskontrolle.“ Das lässt der Knödelei-Wirt so nicht stehen. 

München - Ein Wiesn-Besucher hat unserer Online-Redaktion eine Nachricht geschickt, in der er sich über die Münchner Knödelei ärgert. Er behauptet, er habe heuer an zwei Tagen hintereinander versucht, in dem Zelt einen Nachtisch zu essen. Er und ein Freund - „zwei ganz normale und modern gekleidete Männer ohne Begleitung“ - seien nicht hineingelassen worden, trotz nüchternen Zustands. Die Zwei hätten eine „üble Vermutung“ gehabt, die der Security bestätigte hätte. Er soll gesagt haben: „Das Zelt legt Wert auf ein High-Class-Profile, wir sind angehalten, nicht jeden zu nehmen, sondern zu versuchen, eine noble Atmosphäre zu gewährleisten.“ Angeblich hätten die zwei Männer beobachten können, dass das Security-Team nach dem Prinzip „Kein Einlass ohne Schickimicki-Gesichtskontrolle“ arbeitet. Darüber ärgert sich der Wiesn-Gast und schreibt: „Wer durchs Raster fällt, bleibt draußen. Somit hat das Zelt mit dieser Politik eigentlich auf einem Volksfest für alle nichts verloren und sollte von der Wiesn verschwinden.“ 

Und wie reagiert der Wirt der Knödelei?

Florian Oberndorfer widerspricht dem Vorwurf, sein Zelt sei ein Ort für Reiche. Es stimme jedoch, dass der Sicherheitsdienst strenge Einlasskontrollen mache, nämlich „angetrunkene oder aggressive Gäste“ aussortiert. „Das macht unsere Knödelei aus, das nehme ich sehr ernst. Alle müssen sich anständig aufführen.“ Sein Zelt solle eins sein, „das keinen Ärger kennt“. Denn wenn nur ein Besucher im Zelt oder Biergarten herumpöbelt, kippt die Stimmung, sagt er. Seine Gäste sollten sich sicher fühlen. 

Und auch wenn es zu voll ist, zum Beispiel am Samstagabend, würde Gästen der Zutritt verweigert. Natürlich. 

„Wer sich über ein Zutrittsverbot ärgert, darf mich jederzeit ansprechen. Dann erkläre ich es“, bietet Oberndorfer an. 

Knödelei verkauft auch auf dem Oktoberfest 2018 ihren Wadlbeißer

Oberndorfer mit seinem Wadlbeißer.

Gegenüber unserer Online-Redaktion bestätigt Oberndorfer, dass seine Knödelei auch auf dem Oktoberfest 2018 den Wadlbeißer verkaufen wird. Der „Krafttrunk“ sei die „bayerische Antwort auf Red Bull“, mit der der Energydrink-Konzern „vom Markt gefegt werden soll“. 

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sah

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