Letzter Tag der Wiesn

Oktoberfest 2018: 6,3 Millionen Besucher und weniger Straftaten als noch im Vorjahr

+
Knapp 6,3 Millionen Menschen besuchten das Oktoberfest 2018.

Mit knapp 6,3 Millionen Besuchern toppte das Oktoberfest 2018 die Besucherzahlen des letzten Jahres. Die Anzahl der Straftaten ging dagegen zurück. Wiesn-Chef Josef Schmid ist mit der Bilanz sehr zufrieden. 

München - Ein Prosit der Gemütlichkeit! Das traf auch auf das letzte Wiesn-Wochenende 2018 zu. Die Schlussbilanz: Mit 6,3 Millionen Besuchern in 16 Tagen kamen auf die einzelnen Tage gerechnet mehr Besucher als bei der zwei Tage längeren Wiesn im Vorjahr (6,2 Millionen Gäste). Das seit einigen Jahren anhaltende Tal scheint überwunden, trotzdem blieb es entspannt, wie Wiesn-Chef Josef Schmid (49, CSU) betonte: „Es war eine gemütliche Atmosphäre bei einem Traumwetter.“ 

Bei fast täglichem Sonnenschein hätten auch Senioren und Familien wieder Lust auf die Wiesn gehabt, so Schmid. Davon profitierte bei den Festwirten besonders der Essensverkauf mit einem Plus von zehn Prozent. Der Bierverbrauch veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr mit 7,5 Millionen getrunkenen Massen nicht. Jedoch gab es bei den alkoholfreien Getränken ein Plus von zehn Prozent. Wirtesprecher Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt) sagt: „Es war gut was los, aber es war nicht übervoll. So kann es weitergehen. Wir sind nicht diejenigen, die Rekorden hinterherjagen.“ 

Knapp 500.000 Besucher statteten allein der Oidn Wiesn einen Besuch ab, knapp 20.000 Besucher mehr als noch im letzten Jahr. 

Lesen Sie auch: Wiesn-Vergewaltigung verhindert: Frau entkommt Sex-Täter.

Oktoberfest 2018: Anzahl der Straftaten sinkt um 8,9 Prozent

Auch die Oide Wiesn hat sich nach einem schwächeren Jahr 2017 mit rund einer halben Million zahlender Besucher erholt (2017: 480 000). Die Schausteller wiederrum profitierten vor allem vom guten Wetter, wie Sprecherin Yvonne Heckl erklärt. „Die Leute hatten Lust, rauszugehen und haben ihre Lebensfreude wiederentdeckt.“ Besonders die Familien-Fahrgeschäfte seien gut gelaufen. Von einer „ruhigen und im Wesentlichen friedlichen Wiesn“ spricht die Polizei. 

Insgesamt seien bis Sonntagmorgen bei etwa so vielen Einsätzen wie im Vorjahr 924 Straftaten (2017: 1014) erfasst worden, so Sprecher Marcus da Gloria Martins. Ein Rückgang um 8,9 Prozent. Tragisch: Am ersten Freitag gab es einen Toten auf der Wiesn, der 58-Jährige starb nach einem Faustschlag an einer Gehirnblutung. 5796 Patienten haben die neuen Sanitäter der Aicher Ambulanz Union versorgt. Das Unternehmen sei mit der Premiere sehr zufrieden, so Sprecherin Ulrike Krivec. 

Und auch zu einigen witzigen Einsätzen kam es. So wollte eine angeheiterte Italienerin die Sanitätsstation gar nicht mehr verlassen. Die 21-Jährige klebte sich kurzerhand selbst mit Klebeband an eine der Tragen.

Lesen Sie alle Informationen zur Wiesn in unserem Live-Ticker.

Meistgelesene Artikel

Verstehst Apps? MVG bietet zum Oktoberfest Infos fürs Handy auch auf …

Wer Wert auf die bayerische Mundart legt, für den hat die Münchner Verkehrsgesellschaft nun etwas ganz besonderes im Angebot: Infos auf Bairisch.
Verstehst Apps? MVG bietet zum Oktoberfest Infos fürs Handy auch auf Bairisch

Tödliche Schlägerei vor Augustiner Zelt: Opfer hat lange Haftstrafe …

Auf den Oktoberfest kam es am Freitagabend zu einem Streit vor dem Augustiner-Festzelt, bei dem ein Mann starb. Jetzt gibt es neue pikante Details …
Tödliche Schlägerei vor Augustiner Zelt: Opfer hat lange Haftstrafe hinter sich - das war der Grund für den Streit

Wiesn-Bedienung verrät: Diese 8 Sätze will ich nie mehr hören

München - Es gibt Sätze, die lassen eine Wiesn-Bedienung innerlich mit den Augen rollen. Corinna Binzer war 13 Jahre lang Kellnerin im Löwenbräuzelt …
Wiesn-Bedienung verrät: Diese 8 Sätze will ich nie mehr hören

Wiesn-Koch Pappert: Er macht auch Knödel für die Queen

Er hat einen rasanten Aufstieg hingelegt: Löwenbräu-Koch Stefan Pappert (40) ist Küchenchef in Wembley und Koch der Queen.
Wiesn-Koch Pappert: Er macht auch Knödel für die Queen