Eine Bar für jeden Typ

Schick, gediegen oder nostalgisch? Das Wiesn-BARometer

Das Oktoberfest hat mehr zu bieten als nur Zelte und Masskrüge: Wir stellen ihnen sieben Wiesn-Bars vor. Unbedingt ausprobieren!

Für Nostalgiker

Wer Biertrunkenen aus dem Weg gehen will, sollte in Bodos Cafézelt vorbeischauen. Die Stimmung rund um die Bar und die Partyband Highlights ist ausgelassen. Aber klar ist auch: Wer den anderen anrempelt, entschuldigt sich. Neben Zelthits spielt die Band Oldies. Die Gäste der Wirte Otto Lindinger (l.) und Bodo Müller schlürfen Drinks wie Gin Basil Smash (13,80 Euro) oder Sprizz auf Eis (9,80 Euro) aus ungekochten Maccaroni-Nudeln statt Plastik-Strohhalmen. Lindinger: „Das ist nicht so schädlich für die Umwelt.“ Geheimtipp: der frische Erdbeer-Limes (4 cl 5,80 Euro).

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Bei Bodos Cafe auf der Wiesn gibt es Strohhalme aus Nudeln.

Für Durstige

An der Isar-Bar in der Fischer-Vroni gibt es sogar Bier. Das kommt daher, dass früher gleich bei der Bar Bierbänke standen. Sie sind seit diesem Jahr einem neuen Steh­bereich für etwa 60 Personen gewichen. Außerdem im Angebot in dem Traditionszelt: Champagner (0,75-Liter-Flasche für 120 Euro), Wein (Schorle für 8 Euro) und Schnaps. Die Bar befindet sich unten im großen Kahn, auf dem auch die Band spielt. Der Renner, wie Barfrau Mariko (27, Foto) erzählt: Der „Birnling“, eine mit Williams und Birnensaft gefüllte Birne (5 cl für 7 Euro).

Für Schicke

Champus Bar steht über der Bar des Marstall-Zelts. Zu trinken gibt es Champagner (Glas ab 16,50 Euro, Flasche ab 120 Euro), Schnapserl (4 cl für 15,50 Euro) und Wasser (0,75 l für 8,60 Euro). Außerdem unter der Woche bis 17 Uhr Gin Tonic und Moscow Mule (je 11,50 Euro), wie Barchef Marco Wolf verrät. Das Publikum? „Lauter liebe Leute.“ So wie Evi und Christina (Foto). „Wir sind auf Empfehlung hier, und es gefällt uns sehr gut“, sagen die Schweizerinnen.

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Für Gediegene

Gleich vier Bars gehören zum Weinzelt: Drei befinden sich im Zelt, eine im Biergarten. In einer lauschigen Ecke des Zelts wartet die kleine Kuffler Bar auf Besucher. Die Theke zieren türkise, lilafarbene und orangene Fliesen, die Atmosphäre ist heimelig. Barkeeper Leo Thiemann (33, Foto) kredenzt hier auch Drinks, die preislich nicht in der Champagner-Liga spielen. Etwa Veneto Sprizz (10 Euro) oder Jackie Cola (12,30 Euro). Bis 21 Uhr gibt es Weißbier (0,5 l 7,95 Euro). Ausschankschluss ist im Weinzelt später als bei fast allen anderen Wiesn-Zelten (22.30 Uhr): nämlich um halb eins.

Für Bodenständige

Nach dem Jagdruf Halali ist die ein bisserl versteckte Bar im Untergeschoss des Armbrustschützenzelts benannt. Vor ein paar Jahren modernisierten die Wirtsleute Katharina und Peter Inselkammer sie, es dominieren Holz und Geweihe an der Wand. Auch ältere Semester trauen sich hier rein, es geht bodenständig zu. Am besten gehen der Williams-mit-Birne- und Haselnuss-Schnaps (je 2 cl für 4,80 Euro), verraten die Barkeeper Lorena (25) und Korbinian (29, beide auf dem Foto). „Wir sind eine ehrliche Schnapsbar.“

Für Sternchen

Sehen und gesehen werden: Das spielt im Käferzelt durchaus eine Rolle. Im Biergarten geht’s entspannter zu – und wer auf Hochprozentigeres steht, wird bei den Heart-Wiesn-Bars des gleichnamigen Münchner Clubs fündig. Von den Standln im Almstil wandert etwa ein Glas Sekt für 9 Euro über die Theke, ein Glas Champagner kostet 18 Euro, die teuerste Flasche 385 Euro. „Viele Gäste kommen noch auf einen Absacker nach dem Zeltbesuch hierher“, sagt Michael Haus (32, ­Foto.). Die Bars schenken bis 0.15 Uhr aus.

Für Junge

Eins der In-Zelte unter jungen Leuten ist das Schützenzelt. Klar, dass es auch in der Wilderer Bar rundgeht. Oder besser gesagt: in den Bars. Denn es gibt eine Wilderer-Bar im Zelt und seit vergangenem Jahr auch eine vom Biergarten aus zugängliche. Innen sei vor allem das jüngere Publikum, außen tummeln sich auch mal Ältere, so Barkeeper Martin (37). Ab 12 Uhr öffnet der Tresen. Beliebt: Wein (z.B. Minga grüner Veltiner 0,75 l für 50 Euro) oder der Willi „Spezial“ mit Birnensaft (2 cl für 4,60 Euro).

Rubriklistenbild: © Markus Götzfried

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