Zehn Stunden auf der Wiesn

Oktoberfest 2018: Stadtrat Thomas Schmid arbeitet einen Tag auf der Wiesn

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Zehn Stunden werkelte Stadtrat Thomas Schmid am Mittwoch auf der Wiesn mit. In der Großküche, im Service und im Ausschank.

Ob Hendl, Bier oder Brotzeit: auf der Wiesn ist auch kulinarisch viel geboten. Nun arbeitete Stadtrat Thomas Schmid einen Tag in der Küche auf dem Oktoberfest. 

München - Elf Uhr morgens in der Schottenhamel Festhalle auf der Wiesn. In der Großküche herrscht Hochbetrieb. 3000 Hendl, 600 Kilogramm Kartoffeln und 400 Brotzeitbrettl stapeln sich bis dicht unter die Decke. In der Mitte des Raumes steht CSU-Stadtrat Thomas Schmid (56) am Herd. Schwarze Jacke, weiße Schürze, blaue Kappe. „Und hopp!“ Mit einem Ruck schwenkt der Münchner ein Dutzend Bratkartoffeln im Fett. „Jawoll“, ruft er und lacht. 

Zehn Stunden lang hat der Stadtrat gestern mitgewerkelt - in der Küche, im Ausschank und im Service. „Ich wollte schon immer mal miterleben, was sich hinter den Boxen abspielt“, sagt Schmid. Was passiert, während die Menge ihre Gaudi hat? Wie groß ist die Hektik im Hintergrund? Welcher Wind weht in der Küche? Um das herauszufinden, hat sich der Stadtrat gestern um Punkt sechs Uhr den Wecker gestellt. Drei Stunden später stand er im Zelt. 

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Oktoberfest 2018: Ehemaliger Gastronom Thomas Schmid hilft auf der Wiesn aus

Ein paar einweisende Worte vom Chef, Kappe auf und los: Schnittlauch schnippeln, Radi richten, Würstl zählen. 400 Brotzeitbrettl wandern pro Tag über die Theke. Daneben drehen sich 576 Hendl im Grill: „Der absolute Wahnsinn.“ Wie behält man da den Überblick? „Ein Geheimrezept gibt es nicht“, sagt Küchenchef Thomas Esseln (34). Aber: Die wichtigsten Zutaten seien die Mitarbeiter. Eine motivierte Mannschaft, bestehend aus 118 Köchen, Spülern und Helfern, die ganz genau weiß, worauf es ankommt, anpacken kann und den gesamten Bereich im ruhigen, festen Blick hat. 300 Quadratmeter voller Knödel und Kartoffelsalat ...

CSU Stadtrat Thomas Schmid weiß: Vorbereitung ist die halbe Miete.

 

„Man merkt hier wirklich niemandem an, dass er im Stress ist“, sagt Schmid, „unglaublich - eine wahre Meisterleistung.“ Der Münchner weiß, wovon er spricht. Schließlich hat er vor 22 Jahren selbst ein Café eröffnet. Kurze Zeit später kam ein Restaurant dazu. Spülen, Kochen, Zapfen - für Thomas Schmid nichts Neues. Aber: Bei derartigen Dimensionen wird sogar einem gestandenen Gastronomen schwindlig. Drei Stationen hat der Münchner gestern durchlaufen: Von der Großküche ging’s in den Ausschank, von dort aus weiter in den Service-Bereich. 

Mit jeder Minute stieg Schmids Begeisterung. Die Wangen rot, die Stimme stockend. Am Ende blieb dem 56-Jährigen nichts weiter übrig, als die Kappe zu ziehen. „Vor so viel Können, Herzblut und Leidenschaft.“ 

Zeitreise auf dem Oktoberfest 2018: Ein Museum auf der Oidn Wiesn

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