Sicherheit auch heuer großes Thema

Wiesn-Aufbau: Darum darf die Ochsenbraterei jetzt schon loslegen

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Zwei Arbeiter bauen am 07.07.2017 ein Wandelement der Ochsenbraterei auf der Theresienwiese in München (Bayern) ein.

Ist denn schon wieder Wiesnzeit? Bis das erste Fass Bier angezapft wird, dauert es zwar noch, aber bis dahin ist jetzt viel zu tun. Die Ochsenbraterei durfte schon loslegen.

Mitten im Hochsommer startet München in die heiße Phase der Oktoberfestvorbereitungen. Gut zwei Monate vor dem Anstich verwandelt sich die Theresienwiese in eine riesige Baustelle. Von Montag an wird das 31 Hektar große Festgelände für Passanten gesperrt, nur einige Durchgänge bleiben offen. Bis kurz vor Beginn des größten Volksfestes der Welt am 16. September rollen Sattelschlepper und Gabelstapler; die übers Jahr in Containern eingelagerten Teile der Bierburgen werden ausgepackt und aufgebaut.

Schon jetzt haben erste Arbeiten begonnen: Das Gerüst für das Schützen-Festzelt steht bereits, bei der Ochsenbraterei wurden am Freitag bereits die ersten Wandelemente eingebaut. Die Ochsenbraterei ist neu gestaltet und hat deshalb eine Ausnahmegenehmigung. Da bei neuen Zelten Detailanpassungen nötig seien, müsse mehr Zeit für den Aufbau eingeplant werden, hieß es bei der Wiesn-Pressestelle.

Lesen Sie hier: Mehr Luft, mehr Platz - so wird die neue Ochsenbraterei. Außerdem: Großer Übersichtsplan - So kommen Sie trotzdem über die Theresienwiese

Am Mittwoch wird über Sicherheitskonzept beraten

Auch in diesem Jahr sind für das Volksfest verschärfte Sicherheitsvorkehrungen geplant. Das Gelände war im vergangenen Jahr angesichts des Münchner Amoklaufs und islamistischer Anschläge rundum eingezäunt worden. Besucher durften keine größeren Taschen und Rucksäcke mitnehmen.

Am Mittwoch will sich der Innenausschuss des Landtags mit der Sicherheit auf dem Oktoberfest befassen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) soll über den Erfolg der Maßnahmen aus dem vergangenen Jahr und Folgerungen für dieses Jahr berichten. 2016 kamen anstelle der üblichen sechs Millionen rund 5,6 Millionen Gäste; weniger waren es zuletzt nur 2001 nach den Anschlägen von New York.

Hitzige Debatten gab es im Frühjahr bereits darüber, wie die Mehrkosten für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen von gut fünf Millionen Euro finanziert werden sollen. Der Stadtrat beschloss im Mai, die Wirte über eine Umsatzpacht zur Kasse zu bitten. Wiesnchef Josef Schmid (CSU) scheiterte mit seinem Plan zu einer Bierpreisbremse. Damit wollte er verhindern, dass die Wirte die Mehrkosten über das Bier wieder hereinholen.

Mass kostet heuer bis zu 10,95 Euro

Die Mass wird nun höchstens 10,95 Euro kosten, 25 Cent mehr als im Vorjahr. Bisher waren es oft 30 Cent mehr gewesen. Womöglich wollten sich die Wirte nach den Streitereien mit dem Wiesnchef moderat zeigen und blieben deshalb unter der Elf-Euro-Marke. Die Wiesn dauert bis 3. Oktober. Wenn dieses Datum auf einen Montag oder wie dieses Jahr auf einen Dienstag fällt, wird das Volksfest bis zum Tag der Deutschen Einheit verlängert.

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dpa

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