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Verfahren gegen Bräurosl-Wirt eingestellt: „Schlechtes Gefühl“ bleibt, gesteht der Wiesn-Boss

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Von: Klaus Vick

Wiesn-Wirt Peter Reichert betreibt auch den Donisl am Marienplatz in München.
Wiesn-Wirt Peter Reichert betreibt auch den Donisl am Marienplatz in München. © Götzfried

Wiesn-Wirt Peter Reichert sorgte für Schlagzeilen auf dem Oktoberfest. Jetzt ist das Verfahren gegen den Bräurosl-Chef eingestellt worden. Wie stehen die Chancen für die Wiesn 2023?

München – Das Ermittlungsverfahren gegen den Wiesn-Wirt Peter Reichert ist eingestellt worden. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft München. Reichert, Wirt der Bräurosl, war während des Oktoberfests 2022 an einer Schlägerei vor seinem Zelt beteiligt, woraufhin gegen ihn Anzeige erstattet wurde. „Gegen Zahlung einer Geldauflage in vierstelliger Höhe“ wurde das Verfahren nun eingestellt, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Oktoberfest 2023: Wiesn-Wirt Peter Reichert wieder Chef der Bräurosl?

Die Paulaner-Brauerei wird sich unterdessen trotz dieses Vorfalls wieder mit Reichert für die Bräurosl bewerben, der 2022 erstmals dieses Zelt betrieb. Der Vertrag mit ihm gelte bis 2023, erklärte ein Unternehmenssprecher. Deshalb werde man Reichert erneut als Wirt für die Wiesn vorschlagen. Der Betrieb eines Wiesn-Zeltes sei mit erheblichen Investitionen verbunden, weshalb die Verträge nicht nur für ein Jahr abgeschlossen würden. Die Bewerbung gelte aber unter dem Vorbehalt, dass die Stadt München dem Wirt die Zuverlässigkeit bestätigt.

Ob Reichert als Wiesn-Wirt 2023 zum Zuge kommt, ist derzeit noch unklar. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) sagte unserer Redaktion am Donnerstag, das Wirtschaftsreferat werde dies sorgfältig prüfen. „Die Gesetzeslage ist das eine, die emotionale Bewertung der Sache das andere.“ Nach der Schlägerei bleibe „ein schlechtes Gefühl“. Zudem prüft auch das KVR Reicherts gastronomische Zuverlässigkeit – aufgrund eines Verstoßes gegen die Lebensmittelhygiene.

Generell endet die Bewerbungsfrist für die Oktoberfest-Wirte am 31. Dezember. Baumgärtner geht davon aus, dass sich alle Wirte, die im Jahr 2022 aktiv waren, wieder bewerben dürften. Die Entscheidung über die Zulassungen trifft die Stadt im März.