Marstall-Wirt nach drei Jahren aufgenommen

Able darf nun doch in den Klub der Wiesnwirte

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Dieser Handschlag unter Wirte-Kollegen fand schon 2014 statt. Drei Jahre später nimmt die Vereinigung der Wiesnwirte unter Sprecher Toni Roiderer (l.) Neuling Sigi Able in ihren erlesenen Kreis auf.

München - Drei Jahre lang verweigerten die Kollegen dem Marstall-Wirt die Mitgliedschaft - jetzt doch die Annäherung. Die Wiesnwirte haben Sigi Able in den erlesenen Kreis der Vereinigung der Wiesnwirte aufgenommen. 

Seit 2014 saß er auf der Oktoberfest-Strafbank - nun hat es Marstall-Wirt Sigi Able in den erlesenen Kreis der Vereinigung der Wiesnwirte geschafft. Wie die tz erfahren hat, ist Able seit der letzten Sitzung Ende November Mitglied. 

Als die Stadt im Frühjahr 2014 Able die Zusage für die Nachfolge von Steuersünder Sepp Krätz auf der Wiesn gegeben hatte, hatte das nicht bei allen Wirte-Kollegen für Freudensprünge gesorgt: Able sei sich seiner Sache von Anfang an zu sicher gewesen, habe durch seine guten Kontakte zur Stadt bei der Vergabe gepunktet, so die Vorwürfe. Außerdem sei er nicht auf die etablierten Wirte zugegangen. 

Die Wirte verweigerten Able die Aufnahme in ihre Vereinigung. „Man heiratet ja auch nicht gleich. Du schaust dir erst an, ob’s passt“, so Wirte-Sprecher Toni Roiderer damals. Diese Beobachtungs-Zeit sei nun vorbei, sagt der Hackerzelt-Wirt. „Sigi Able ist mit großer Mehrheit aufgenommen worden.“ Able habe drei Jahre gezeigt, dass er ein guter Wirt sei. „Jetzt ist er dabei - und das ist okay.“ 

Die Zurückhaltung am Anfang habe ihre Gründe gehabt, sagt Weinzelt-Wirt Stephan Kuffler. Aber Able habe sich „blendend eingeführt“, sei den Wirten nun herzlich willkommen. Ähnliche Worte von Armbrustschützenzelt-Wirt Peter Inselkammer: Anfängliche Bedenken hätten sich erledigt. „Ich persönlich komme als Zeltnachbar auf der Wiesn gut mit ihm aus.“ 

Das Neu-Mitglied selbst freut sich nach eigenem Bekunden „riesig“. Ende November oder Anfang Dezember habe ihn Toni Roiderer angerufen und die frohe Kunde mitgeteilt, so Sigi Able. „Das ist der Beweis, dass die Kollegen den Job meiner Familie respektieren.“ Er sei froh, dass sich alles in Wohlgefallen aufgelöst habe. Able sieht vor allem beim Besprechen von Themen, die alle Wirte betreffen, einen großen Vorteil in der Vereinigung. Ables Versprechen: „Wir wissen was es bedeutet, aufgenommen zu sein, und werden sympathische Kollegen sein.“

Ramona Weise

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