Augustiner statt Algebra?

Schulfrei für die Wiesn: Stadtratsfraktion überrascht mit kuriosem Vorschlag

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Lernen auf der Wiesn? Von diesem Vorschlag dürften die Münchner Schüler begeistert sein.

Nicht jeder Münchner Schüler dürfte die Aktivitäten des Stadtrats mit großem Interesse verfolgen. Der jüngste Vorschlag einer Fraktion wird den ein oder anderen jedoch hellhörig gemacht haben.

München - „Das Referat für Bildung und Sport wird gebeten, auf die Schulen einzuwirken, dass diese während der Zeit des Oktoberfestes einen unterrichts- und hausaufgabenfreien Nachmittag gewähren“, beginnt ein kurioser Antrag, der Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Montag erreichte.

Augustiner statt Algebra? Bei den Schülern der Landeshauptstadt dürfte der Vorschlag von Grünen und Rosa Liste für helle Begeisterung sorgen. In ihrem Gesuch tritt die Fraktion allerdings nicht für ausgedehnte Besuche im Bierzelt, sondern vielmehr für eine gelebte Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte ein. Dies würde erlauben, dass Kinder und Jugendliche das Volksfest nicht nur als „kommerzielle Bespaßung“ wahrnehmen würden.

Heimatkunde ohne pädagogische Aufsicht?

„Mit einem gestalteten Nachmittag auf dem Oktoberfest könnte zum Beispiel Heimatkunde viel interessanter und anschaulicher sein, als ein rein theoretischer Unterricht im Klassenzimmer“, heißt es in dem Schreiben. Die Antragssteller bemängeln, dass durch die stetig wachsenden Anforderungen des Schulalltags kaum mehr Zeit bleibe, den Tag gewinnbringend zu nutzen - zum Beispiel mit einem ausgedehnten Besuch auf der Theresienwiese.

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Ob der Wiesn-Nachmittag gemeinsam mit dem Lehrer stattfinden soll, geht aus dem Antrag nicht hervor. Dass sich die Schülerinnen und Schüler ohne pädagogische Aufsicht lediglich heimatkundlichen Inhalten widmen werden, darf zumindest bezweifelt werden. Aktuelle Zahlen aus der Bier-Statistik belegen immerhin, dass Bayern auf diesem Feld eine Vorreiterrolle einnimmt.

lks

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