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Wiesn-Legende feiert großes Jubiläum: Fast jeder Besucher wurde schon von ihm „begleitet“

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Grosses Gedränge an der U-Bahn-Station Theresienwiese zu Oktoberfestzeiten in München. Hier schaltet und waltet eine Wiesn-Legende. © imago stock&people / Michael Westermann / Imago

Ein Urgestein des Oktoberfests feiert 25-jähriges Dienstjubiläum. Das Münchner Original hat schon so manchen Wiesn-Besucher „begleitet“, doch bewusst ist das den wenigsten.

München – Für Wiesn-Fans gehts beim größten Volksfest der Welt nicht nur um Bier und Brezn, Tracht und Fahrgeschäfte. Es sind die menschlichen Begegnungen, die zählen. Ein Oktoberfest-Urgestein hat in seiner 25-jährigen Karriere mit viel Menschlichkeit zu einer positiven Wiesn-Erfahrung beigetragen – und schon fast jeden Besucher des größten Volksfests der Welt „begleitet“.

Oktoberfest-Legende feiert 25-jähriges Jubiläum

Zu Oktoberfestzeiten sind etwa drei Millionen Fahrgäste mehr als sonst in Münchens U-Bahnen unterwegs. Das wichtigste Ziel ist dann natürlich der Stopp Theresienwiese. Dort gibt eine Oktoberfest-Legende seit 25 Jahren wichtige Anweisungen und sorgt ganz nebenbei auch für Unterhaltung: Der 55-jährige Norbert Grünleitner ist seit einem Vierteljahrhundert als Ansager in der Kanzel der U-Bahn-Station Theresienwiese tätig. In seinem Beruf geht es auch darum, die Menschenmassen sinnvoll zu leiten. Aufrechterhalten des Betriebsablaufs nennt das Münchner Urgestein das.

Wichtig ist das etwa, wenn die Menschenmassen die Treppe nehmen. „Wenn man da nichts sagen würde, die würden runterkommen und stehenbleiben“, erzählt Grünleitner dem Sender München TV. Mit Ansagen in „Bundeswehrmanier“ würde man da nicht viel erreichen, meint der Bayer, deshalb versucht er es mit Humor: „Kommt’s zu mia zur Bahnsteig-Mittn, die hübschesten Madln, die feschesten Buam.“ Damit setzen sich die Wiesn-Besucher in Bewegung und verteilen sich über den Bahnsteig. Manchmal greift Grünleitner auch in die Trickkiste, um die Leute dahinzubewegen, wo sie hinsollen. „Wenn zum Beispiel hier ein Mann mit einem feschen Hut steht, dann erzähle ich das übers Mikro und sag den Leuten, sie sollen herkommen und ihn sich anschauen.“

MVG dankt U-Bahn-Sprecher beim „längsten Fahrgeschäft auf der Wiesn“

Die Ansagen Grünleitners inspirieren so manchen Fahrgast auch zu einem Perspektivenwechsel im Alltäglichen: „3500 PS, nur fia eich“, hören die Wiesn-Besucher ihn in tiefstem Bairisch über die Lautsprecher in der U-Bahn-Station sagen. „Und das Schönste: Der fährt nicht mal im Kreis. Das ist das längste Fahrgeschäft auf der Wiesn! Das hat da oben keiner! Des hobn nua mia!“ (Hochdeutsch: Das haben nur wir). Beste Werbung also für seinen Arbeitgeber, die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG. Die nahm den Geburtstag Grünleiters nun zum Anlass, ihm für seine langjährige Arbeit zu danken.

„Ein Vierteljahrhundert lang ist Norbert Grünleitner, Sprecher in der Kanzel U-Bahnhof Theresienwiese und einer der Gesamteinsatzleiter, schon für die MVG auf der Wiesn dabei“, schrieb die Verkehrsgesellschaft am Montag auf Facebook. „Als junger U-Bahnfahrer brachte er die Festgäste bereits aufs Oktoberfest. Jetzt macht er am Bahnsteig seine berühmten Durchsagen im schönsten Bairisch. Heute hat er Geburtstag: Wir gratulieren ganz herzlich!“

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