Sicherheitskonzept vorgestellt

Wiesn-Besucher und Flüchtlinge: Polizei sagt "Wir meistern das"

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München - Ab Samstag treffen tausende Oktoberfest-Besucher auf hunderte Flüchtlinge am Hauptbahnhof München. Die Polizei und Stadt haben ihr Sicherheitskonzept am Dienstag für die Wiesn vorgestellt.

Weitere 200 Polizisten würden in der Nähe der Theresienwiese eingesetzt. Polizeivizepräsident Werner Feiler versicherte auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag: „Das Polizeipräsidium München ist bestens gerüstet.“

Kreisverwaltungsreferat: Das wird 2015 keine "Krisen-Wiesn"

Der Kreisverwaltungsreferent stellte klar, er wolle den Eindruck vermeiden, das 182. Oktoberfest könnte eine "Krisen-Wiesn" werden. Er spielte dabei auf die Bedenken mancher Münchner an, die bezweifeln, dass München tausende Wiesn-Besucher und tausende Flüchtlinge gleichzeitig packt.

Seit Anfang September kamen am Hauptbahnhof etwa 70.000 Flüchtlinge neu in München an. Es sei schwer abzuschätzen, wie sich die Zahl der Flüchtlinge, die mit Zügen oder Bussen ankommen, während des Oktoberfestes entwickelt. Seit einer Weile würde die Polizei deshalb Gespräche und Planungen mit der Bundespolizei, der Regierung von Oberbayern, der Stadt München, der Deutschen Bahn und anderen führen.

Polizei ist überzeugt, Situation am Hauptbahnhof zu meistern

„Wir haben hier in München aktuell eine Lage, die bisher in keinem Vergleich mit den bisherigen Wiesn-Einsätzen steht", sagte Polizeivizepräsident Werner Feiler. Bezogen auf den Hauptbahnhof sagte er: "Ich bin  fest davon überzeugt, dass wir das Ganze so meistern werden, dass die Beeinträchtigungen aller so gering wie möglich gehalten werden können und die Sicherheit gewährleistet werden kann." Detaillierte Angaben, wie genau dieser Plan aussieht, machte die Polizei nicht.

Aktuell keine Bedrohung des Oktoberfestes

Eine mögliche Bedrohung des Oktoberfestes gibt es laut Polizei nicht. Dennoch würden Polizisten gerade an den Eingängen des Festgeländes manche Besucher kontrollieren.

Auf der Theresienwiese werden 19 Videokameras die Besucher filmen. Die Kameras seien wichtig, um Straftaten schnell zu erkennen und nach Tätern zu fahnden.

Vom Kreisverwaltungsreferat seien bisher 24 Betretungsverbote für das Oktoberfest erlassen worden. 15 dieser Personen seien wegen einer Körperverletzung auffällig geworden. Bei den anderen neun würde es sich um Taschendiebe handeln. Die Zahl der Betretungsverbote würden während des Oktoberfestes steigen.

Weniger Taschendiebstähle und Masskrug-Schlägereien

Die Polizei wies darauf hin, dass die Zahl der Taschendiebstähle ebenso zurückgegangen sei wie die der Masskrug-Schlägereien. "Wir wollen keine Gewalttäter oder Taschendiebe auf der Wiesn haben und werden weiter konsequent und frühzeitig gegen diese Personen vorgehen", kündigte Feiler an.

Die Erfahrung zeigt, dass es vor allem am zweiten und dritten Wiesn-Wochenende sehr voll wird. Wer keine Lust auf zu enges Getümmel hat, sollte das sogenannte Wiesnbarometer anschauen, das auf der Homepage der Stadt München zu sehen ist. Hier können Besucher  jeden Tag den zu erwartenden Füllungsgrad des Festgeländes ablesen. 

sah

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