Wiesn 2019: Alle Infos zu den Wirten

Heides grünes Glück: Diese Wirtsfamilie hat sich im eigenen Garten eine kleine Oase erschaffen

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Stolze 510 Gramm bringt diese prächtige Fleischtomate auf die Waage. Renate und Georg Heide haben sie gepflanzt, gehegt und geerntet.

Wiesn 2019: Vor dem Oktoberfest stellen wir Ihnen die Wirte vor. Welchem Hobby geht die Wirtsfamilie Heide vom Bräurosl nach? Außerdem gibt‘s Infos zum Zelt.

München  - Die Vorfreude steigt: Am 21. September startet die Wiesn. Zur Einstimmung erfahren Sie in unserer großen Oktoberfest-Serie, was die Wiesn-Wirte fernab des Oktoberfests so treiben. Wir durften die Gastronomen jeweils einen Tag lang begleiten. Renate und Georg Heide haben ihr Gartentor aufgesperrt – und uns offenbart, dass sie schon seit vielen Jahren passionierte Gärtner sind.

Wiesn 2019: Rekordverdächtige Tomate wiegt 510 Gramm

Wiesnzeit ist Erntezeit! Die riesige Fleischtomate oben haben Georg (66) und Renate Heide (65) aus ihrem eigenen Garten gepflückt. Rekordverdächtige 510 Gramm bringt sie auf die Waage. „Aus der kann man ja eine ganze Suppe machen“, sagt Renate Heide und lacht.

Das Garten-Glück ist eine schöne Abwechslung zum oft lauten und hektischen Gastro-Alltag – ob auf der Wiesn in der Bräurosl oder in der Gastwirtschaft Heide-Volm in Planegg. Direkt nach dem Aufstehen führt Renate Heides Weg raus in den Garten. „Dann schaue ich erstmal ins Häusl“, sagt sie. Auf zweieinhalb mal drei Metern sprießen sie, die Tomaten – aber auch Paprika, Gurken, Chilis und Zucchini. Und die sind durstig: „Zweimal am Tag müssen wir gießen“, sagt Georg Heide (66). Anstrengend? Nichts da: „Das ist total beruhigend.“

Wiesn 2019: Ein Gewächshaus als Geschenk zum 50. Geburtstag

Das Wiesn-Wirte-Ehepaar hat sich im heimischen Garten eine kleine Oase geschaffen: „Wir haben schon immer gerne Gurken eingemacht oder Kirschmarmelade gekocht“, sagt Georg Heide. Da dachten sich die Freunde vom Stammtisch: Der müsste sein eigenes Obst und Gemüse anbauen. Und zu seinem 50. Geburtstag war es dann so weit: Der Stammtisch schenkte Georg Heide ein Gewächshaus.

Drei Jahre später expandierten die Heides – und stellten sich das etwas größere Häusl in den Garten, in dem heute das Gemüse wächst. Davon profitieren wiederum auch die Freunde: „So ein selbstgemachtes Chili-Öl ist ein wunderbares Geschenk“, sagt Renate Heide. Die roten und gelben Früchte vom Chili-Baum nehmen die Heides aber auch selbst gerne her: „Wir lieben die asiatische Küche.“ Ein toller Gegensatz zur bayerischen Hausmannskost.

Wiesn 2019: Wirtsfamilie ist experimentierfreudig im Garten

Im Laufe der Jahre haben Renate und Georg Heide immer wieder experimentiert: „Im vergangenen Jahr hatten wir Erdbeeren. Da haben sich dann die Enkel drüber gefreut“, sagt Georg Heide und lacht. Vor sieben Jahren hat sich das Ehepaar zusätzlich ein Hochbeet gegönnt. Hier ernten die beiden schon im Frühjahr Kohlrabi und Salat – und hier blüht, ja richtig gelesen: Hier blüht der Schnittlauch!

Mit Zierpflanzen haben die Heides es aber nicht so. Selbst den Lavendel, der im Garten blüht, binden sie zu Sträußen zusammen. „Die kommen dann in den Kleiderschrank“, sagt Renate Heide. Wie die Kleider dann duften, kann man sich ja vorstellen.

Bei all dem Garten-Glück gibt es natürlich auch mal Rückschläge: „Kürzlich haben wir es mit Radi und Radieserl probiert – sind aber nichts geworden“, erzählt Georg Heide. Der Grund: Die vertragen sich nicht mit Gurken und Zucchini. „Darauf muss man erstmal kommen!“ Die Heides nehmen es gelassen: „Wir sind ja keine Gärtner, sondern wollen Wirte bleiben.“

Das Zelt in Kürze

  • Bierpreis: 11,80 Euro
  • Die Brauerei: Hacker-Pschorr
  • Halbes Hendl: 11,80 Euro
  • Schmankerl: Gesottener Rindertafelspitz mit Meerrettichsauce und Petersilienkartoffeln für 20,70 Euro
  • Günstig essen: Montag bis Donnerstag (11.30 Uhr bis 14.30 Uhr, außer am 3. Oktober): täglich wechselnde Gerichte für 12,50 Euro, an Kindertagen Kinderschnitzel bis 16 Uhr (7,50 Euro)
  • Sitzplätze: 6500 Plätze im Zelt, 2000 im Biergarten
  • Raucher: Es gibt keine Sonderregeln
  • Musik: Die Ludwig Thoma Musikanten spielen auf (Mo. bis Fr. 15 bis 19 Uhr und ab 20 Uhr, Sa. und So. 12 bis 14 Uhr, 15 bis 19 Uhr, ab 20 Uhr). Außerdem sorgen die Südtiroler Spitzbuam (Montag bis Freitag 12 bis 15 Uhr, 19 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 15 Uhr, 19 bis 20 Uhr) für Stimmung
Im Bräurosl-Zelt kostet das halbe Hendl genau so viel wie eine Mass.

Die Wirtsfamilie

Wirtsfamilie Heide von links nach rechts: Tochter Daniela mit Schwiegersohn Pascal und Familienoberhaupt Georg mit Frau Renate.

Die Familie Heide führt die Bräurosl in dritter und vierter Generation: Georg Heide (66), Frau Renate (65), Tochter Daniela (37) und Schwiegersohn Pascal (37). Georgs Opa, der ebenfalls Georg hieß, hatte das Zelt schon 1936 übernommen, übergab die Bräurosl 1953 an Sohn Willy. Wiesn-Legende Willy Heide (†91) wurde 1985 Sprecher der Wiesn-Wirte. 2001 hat er die Bräurosl an seinen Sohn Georg übergeben.

Die bisherigen Teile unserer Wiesn-Serie: Toni Winklhofer vom Festzelt Tradition bleibt auf dem Teppich. Stephanie Spendler vom Löwenbräuzelt lässt das Auto auch morgens lieber stehen. Mathias Reinbold vom Schützenfestzelt schaltet beim Golf ab.

Severin Heidrich

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