Neues Wiesn-Fahrgeschäft

Nach Pannenserie: Der Encounter im Test

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München - Die technischen Probleme des Encounter sind behoben, das Effekt-Theater hat seine Türen für die Besucher geöffnet - dieses Mal wohl endgültig. Wir haben die Alien-Show getestet.

Vier, knapp zwölfjährige Jungs stehen mit großen Augen vor dem Encounter. Die neue Wiesn-Attraktion im Stil einer alten, verkommenen Fabrik hat sie in ihren Bann gezogen, doch noch sind sie sich unschlüssig, ob sie das Theater tatsächlich betreten sollen. Als lautes Donnern aus dem Encounter dröhnt springen sie erschrocken zurück. "Nein, da geh ich nicht rein!", ruft einer von ihnen. Schlussendlich kramen sie dann doch die fünf Euro Eintrittspreis aus den Geldbeuteln und gehen zum Kassenschalter. Ich folge ihnen in das Rundtheater, das 80 Gästen Platz bietet.

Nach kurzer Zeit erlöschen die Lichter, die Sicherheitsbügel der Sitze fahren herunter. Die Handlung des Science-Fiction-Geschichte ist schnell erzählt: Forscher aus der Zukunft erschaffen im Reagenzglas einen Alien, der allerdings aus Selbigem ausbricht. Im nunmehr stockdunklen Theater treibt er dann sein Unwesen: Packt nichtsahnende Gäste an den Waden oder huscht unmittelbar über ihre Köpfe hinweg. All das wird durch Soundeffekte und Lichtshows untermalt, auch für einen visuellen Höhepunkt ist gesorgt - der wird allerdings nicht verraten.

Nach der Vorstellung ist Betreiber Karl Häsler zufrieden. "Ich glaube nicht, dass wir uns mit der Attraktion verstecken müssen!" Sein Ziel war es, mit dem Encounter die Wiesn um eine Innovation reicher zu machen. Das Konzept und Design stammt im Übrigen von ihm. "Wenn Leute anhalten und fragen, was das ist, habe ich mein Ziel erreicht. Ich will die Neugierde der Leute wecken." Eine Attraktion wie das Encounter gäbe es auf der Wiesn noch nicht. Dass es technische Schwierigkeiten gegeben hat, sei zwar ärgerlich, aber wohl der Preis des Neuen, so Häsler.

Technische Probleme waren ein Problem - das Andere waren strenge Auflagen des TÜVs, die ein paar der Effekte unmöglich machten. Zumindest die Technik soll jetzt durch einen Programmierer unter Kontrolle gehalten werden, der während der Show anwesend ist und eingreifen kann.

Der Encounter lebt von der Erwartung, dass jederzeit etwas Unerwartetes passieren kann. Hartgesottene Horrorfans mögen vielleicht über Handlung und Effekte schmunzeln, aber das Encounter ist auf jeden Fall einen Besuch wert - wenn es denn die restliche Wiesn unbeschadet übersteht.

kap

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