Wiesn Wissen: Eine Frage des Geschmacks

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Nicht schlingen, sondern schmecken! Auf der Zunge gibt es vier Geschmackszonen.

Obwohl es auf der Wiesn ein bisserl lockerer zugeht als beim Staatsempfang der Queen, sind gute Verzehrmanieren das A und O. Und Wiesn-Schmankerl sollten auf der Zunge zergehen!

Freilich ist die Weißwurst kein Kaviar und im Masskrug schwimmt auch kein Bordeaux – zum zügellosen Verschlingen sind die Wiesn-Spezialitäten aber trotzdem viel zu schade. Wie's besonders gut schmeckt?

Wenn man weiß, wo man schmeckt. Die Zunge nimmt die vier Geschmacksqualitäten an verschiedenen Orten wahr:
Das süße Lebkuchenherz spürt man vorne und an den seitlichen Zungenrändern am besten. Das Brezl-Salz liegt in der Mitte gut. Am intensivsten entfaltet das herbe Augustiner- oder Paulaner-Bier seinen bitteren Geschmack tief in der Mundhöhle.

Und wer davon einen über den Durst trinkt, der braucht am nächsten Tag einen sauren Hering: Der schmeckt zwar nicht angenehm, aber am intensivsten auch hinten auf der Zunge.

Insgesamt hat ein älterer Mensch durchschnittlich 4000 Geschmacksknospen auf der Zunge, junge Erwachsene schmecken noch mit 9000. Also, wer sich sein Hendl munden lassen will, der nimmt den Mund erst gar nicht zu voll. Denn, mit vollem Mund kann unser Geschmackssinn nicht ganze Arbeit leisten. Deshalb: Kleine Schlucke, kleine Happen.

Quelle: Oktoberfest live